Gefahrgut DGR Versand

Die Beförderung von Gefahrgut in Deutschland ist streng reguliert und unterliegt mehreren nationalen und internationalen Vorschriften, um die Sicherheit und den Schutz von Menschen, Umwelt und Eigentum zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang sind verschiedene Verkehrsträger wie Luftfracht, Seefracht und nationaler/internationaler LKW-Transport betroffen.

 

Gesetzliche Grundlagen:

Gesetzliche Grundlagen:

In Deutschland ist die Beförderung von Gefahrgut durch das Gefahrgutbeförderungsgesetz (GGBefG) und die entsprechenden Verordnungen wie die Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB) sowie die Gefahrgut-Ausnahme-Verordnung (GGAV) geregelt. Diese Gesetze und Verordnungen basieren auf internationalen Regelwerken wie ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße), RID (Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter) und ADN (Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen).

 

Luftfracht:

Die Beförderung von Gefahrgut in der Luftfracht wird durch die International Air Transport Association (IATA) reguliert, deren Vorschriften in den IATA Dangerous Goods Regulations (DGR) festgelegt sind. Diese Vorschriften gelten sowohl für nationale als auch für internationale Lufttransporte und müssen von allen an der Beförderung beteiligten Parteien eingehalten werden. In Deutschland gelten zusätzlich die Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO) und die Verordnung zur Durchführung von Luftverkehrsgesetzen (LuftVDurchfV) für den Transport von Gefahrgut.

 

Seefracht:

Für die Beförderung von Gefahrgut auf dem Seeweg gelten die International Maritime Dangerous Goods (IMDG) Code Vorschriften der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO). In Deutschland ist die Umsetzung dieser Regelungen in den nationalen Vorschriften durch das Gesetz über die Seeschifffahrt (SeeSchG) und die Verordnung über die Gefahrgutbeförderung auf See (Gefahrgutverordnung See – GGVSee) geregelt.

 

Nationaler und internationaler LKW-Transport:

Der Transport von Gefahrgut auf der Straße unterliegt dem ADR, das in Deutschland durch das GGBefG und die GGVSEB umgesetzt wird. Die Regelungen betreffen unter anderem die Verpackung, Kennzeichnung, Ladungssicherung, Fahrzeug- und Ausrüstungsanforderungen sowie die Qualifikation und Schulung der beteiligten Personen.

 

 

Verantwortlichkeiten und Schulungen:

Verantwortlichkeiten und Schulungen:

Die Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften liegt bei den an der Beförderung beteiligten Parteien wie Absendern, Beförderern, Empfängern und Verladern. Alle Beteiligten müssen geschult und qualifiziert sein, um ihre Aufgaben bei der Beförderung von Gefahrgut ordnungsgemäß auszuführen. In Deutschland sind Schulungen und Zertifizierungen für Gefahrgutbeauftragte, Fahrer und andere am Transport beteiligte Personen verpflichtend. Dazu gehören:

 

a) Gefahrgutbeauftragte: Gemäß GGBefG müssen Unternehmen, die gefährliche Güter befördern, verpacken, beladen oder entladen, einen Gefahrgutbeauftragten bestellen. Der Gefahrgutbeauftragte muss eine spezielle Schulung absolvieren und eine Prüfung bestehen, um eine Bescheinigung zu erhalten. Die Hauptaufgaben eines Gefahrgutbeauftragten sind die Überwachung und Beratung bei der Einhaltung der Gefahrgutvorschriften, die Durchführung von Schulungen und die Erstellung von Jahresberichten.

 

b) Fahrer: Fahrer, die Gefahrgut transportieren, müssen eine ADR-Bescheinigung besitzen, die nach erfolgreicher Teilnahme an einem ADR-Schulungskurs und einer Prüfung ausgestellt wird. Die Schulungen umfassen allgemeine Gefahrgutvorschriften, fahrzeugspezifische Anforderungen, Verhaltensregeln im Notfall und die Handhabung von besonderen Gefahrgütern. Die ADR-Bescheinigung ist fünf Jahre gültig und muss vor Ablauf erneuert werden.

 

c) Andere beteiligte Personen: Personen, die mit Gefahrgut in Verbindung stehen, wie Verlader, Lagerpersonal und Empfänger, müssen ebenfalls entsprechend geschult sein. Die Schulungen sollen sicherstellen, dass diese Personen über ausreichende Kenntnisse der Gefahrgutvorschriften und -praktiken verfügen.

Notfallmaßnahmen und Umweltschutz:

Notfallmaßnahmen und Umweltschutz:

Die Beförderung von Gefahrgut birgt Risiken für Menschen, Umwelt und Sachwerte. Daher sind in den verschiedenen Regelwerken auch Vorschriften für Notfallmaßnahmen und Umweltschutz enthalten. Dazu gehören die Verwendung von Sicherheitsdatenblättern, die Bereitstellung von Notfallausrüstung, die Anwendung von Gefahrenabwehrplänen und die Einhaltung von Umweltschutzbestimmungen.

Zusammenfassend ist die Beförderung von Gefahrgut in Deutschland und in verschiedenen Verkehrsträgern durch eine Vielzahl nationaler und internationaler Vorschriften geregelt. Die Einhaltung dieser Regelungen durch alle beteiligten Parteien und die regelmäßige Schulung und Zertifizierung von Personal sind entscheidend für die Sicherheit und den Schutz von Menschen, Umwelt und Eigentum.

 

Mehr Information über Gefahrgut auf unserer Website:

 

www.csi-gefahrgut.de

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